Social Bookmarks
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by: Guest
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Die Einführung des web2.0 zählt wohl zu den bedeutendsten technischen
Fortschritten in den letzten Jahren. Diese Weiterentwicklung des
Internets räumt dem User diverse neue Dienste ein. So ist es ihm nun
unter anderem möglich Informationen im Web zu veröffentlichen und mit
anderen Usern interaktiv in Verbindung zu treten. Zu den Neuheiten zählen aber auch Anwendungen wie Blogs, Weblogs sowie Social Bookmarks. Doch was hat es mit diesen „sozialen Lesezeichen“ auf sich? Der Begriff Social Bookmarks steht für nichts anderes, als für ein Lesezeichen und lässt sich aus dem Printbereich ableiten. Wenn jemand beispielsweise ein Buch liest, benutzt er für eine bessere Orientierung ein Lesezeichen. Damit kann der Leser wichtige Seiten kennzeichnen, wodurch diese wiederum nicht in Vergessenheit geraten können. Diese Funktion lässt sich auf den virtuellen Bereich übertragen, so dass der Internetuser mithilfe von Bookmarks Webseiten markieren und speichern kann. Es handelt sich somit also um eine Art Favoriten-Verwaltung - ähnlich der Favoritenliste, die im Browser angelegt werden kann. Diese Listen können allerdings zudem noch der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Um diese Funktion nutzen zu können, muss der Internetuser sich auf entsprechenden Social-Bookmarking-Websites anmelden. Daraufhin hat er die Möglichkeit eine eigene Liste mit Webverweisen zu erstellen. Diese sollten dann mit Tags (= frei wählbare Schlagwörter) beziehungsweise Tagkombinationen versehen werden, damit andere Benutzer diese favorisierten Links auch finden und verwenden können. Außerdem steht es jedem frei, die angegebenen Seiten zu bewerten oder noch zusätzlich mit Kommentaren zu versehen, um die Vorteile dieser Seite kurz festhalten zu können. Da andere Nutzer das gleiche machen, entsteht ein Webverzeichnis, bestehend aus Empfehlungslisten von Usern, das öffentlich für alle, die sich auf der jeweiligen Bookmarking-Website angemeldet haben, zugänglich ist. Dabei gilt, je mehr User diese Funktion auf den entsprechenden Webseiten nutzen, umso schneller können auch interessante Seiten zu den verschiedensten Themen abgefragt werden. Es entsteht ein organisiertes Online-System, welches beispielsweise Linktipps, die sonst umständlich in Foren angegeben werden, ersetzt. Auf diese Weise kann eine Person einer anderen zu verstehen geben, welche Seiten er für sehenswert erachtet. Angezeigt werden die themenrelevanten Internetseiten in der Reihenfolge nach der Häufigkeit ihrer Verlinkung. Das bedeutet, dass die Seiten, die die meisten Verlinkungen zu bestimmten Stichwörtern zu verzeichnen haben, auch ganz oben in der Liste aufgeführt werden. Aus diesem Grund ist es im Vergleich zu Suchmaschinen für eine einzelne Person, die ihre eigenen Seiten Bewerben will, schwieriger, diese im vorderen Bereich anzeigen zu lassen, da die Auswahl von einer enormen Masse erfolgt. Zu den ersten Anbietern solcher Social Bookmarks zählen die beiden englischsprachigen Portale del.icio.us und Digg, die in Amerika bereits jede Menge Anhänger gefunden haben. Doch auch in Deutschland gewinnen diese Anwendungen, die den Internetgebrauch vereinfachen sollen, immer mehr an Beliebtheit, so dass in letzter Zeit viele neue rein deutschsprachige Bookmarking-Webseiten entstanden sind. Doch diese Entwicklung ist noch längst nicht abgeschlossen, denn mit jedem neuen User wird dieser Service immer weiter optimalisiert. |
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